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Gewinner und Verlierer der Gesundheitsreform



Die Frage nach den Gewinnern und Verlierern der Gesundheitsreform lässt sich aus Sicht der bundesdeutschen Bevölkerung eindeutig beantworten: Profiteure der Reform von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sind aus Sicht der Bürger in erster Linie die Pharmahersteller, alleinige Verlierer seien die gesetzlich Krankenversicherten. Nur etwa jeder Zehnte gibt an, die Reform habe weder Gewinner noch Verlierer hervorgebracht.

Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Thema „Gewinner und Verlierer der Gesundheitsreform“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics. Hierfür wurden im Dezember 2010 1000 Bundesbürger ab 16 Jahren repräsentativ befragt.

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Den Ergebnissen zufolge halten aktuell 81 Prozent aller Befragten die Pharmahersteller für die Gewinner der Reform. Ebenfalls zu den Gewinnern zählen die privaten Krankenversicherungen (70 Prozent), die Bundesregierung (66 Prozent) und die Apotheker (59 Prozent). 51 Prozent halten auch die gesetzlichen Krankenkassen für Gewinner der Reform. Ein gespaltenes Votum zeigt sich bei Ärzten und Privatversicherten. „Als einzige und klare Verlierer der Reform erachten 90 Prozent aller Befragten die gesetzlich Krankenversicherten“, kommentiert Markus Schöne, Leiter der Gesundheits-marktforschung der YouGovPsychonomics AG.

Lobby-Politik: Mehrheit sieht Einfluss der Pharmaunternehmen

Eindeutig fällt ihm zufolge auch die Einschätzung der Einflussnahme auf die Gesundheitsreform durch die Lobby der Pharmaunternehmen aus. „70 Prozent aller Befragten und über 80 Prozent der über 55-Jährigen schreiben dieser aktuell einen starken Einfluss auf den Reformprozess zu“, so Schöne. Für in diesem Umfang wünschenswert hielten diesen allerdings nur 14 Prozent aller Befragten.

Relativ gering erachten die Befragten den Einfluss der gesetzlichen Krankenkassen – lediglich jeder Vierte attestiert ihnen starken Einfluss auf den Reformprozess. Dies deckt sich allerdings mit den Erwartungen der meisten Bürger. Denn lediglich 29 Prozent aller Bürger halten eine starke Einflussnahme durch die Krankenkassen für wünschenswert.

Bayer punktet bei Bekanntheit und Sympathiewerten

Die bekanntesten Vertreter aus den Reihen der Pharmaunternehmen heißen Bayer, Roche und Merck (gestützte Bekanntheit: 92% / 70% / 66%). Ebenfalls in den Top 10 befinden sich aktuell die Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge): Boehringer Ingelheim, GlaxoSmithKline (GSK), Grünenthal, Merz, Novartis, Pfizer und Sanofi-Aventis.

Doch nur eines der genannten Pharmaunternehmen schafft das Kunststück, häufiger Sympathie als Antipathie zu erzeugen: Bayer. Alle übrigen Pharmaunternehmen stoßen bei den Befragten mehrheitlich auf eine neutrale Haltung und werden zudem etwas häufiger unsympathisch als sympathisch genannt. Anders bei Bayer: Hier äußert mehr als ein Drittel aller Befragten Sympathie für das Unternehmen. Lediglich jeder Vierte findet es unsympathisch, etwa ein Drittel hat eine neutrale Haltung.

Kontakt zur Studienleitung:
YouGovPsychonomics AG
Markus Schöne
Tel.: + 49 30 / 308 74 47-10
www.psychonomics.de/healthcare.

Quelle: openPR



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