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985 zusätzliche Stellen



Düsseldorf (ots) – Düsseldorf Die Bundesregierung will die Zahl ihrer Mitarbeiter deutlich ausweiten. Wie die Rheinische Post (Montagausgabe) unter Berufung auf eine interne Auflistung des Finanzministeriums berichtet, sollen im Saldo 985 zusätzliche Stellen geschaffen werden.


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Der größte Zuwachs von 417 Stellen soll danach in den Zuständigkeitsbereich von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fallen, Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will 132 neue Beamte beschäftigen, Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) plant allein mit 65 neuen Mitarbeitern für das ihm unterstellte Bundesinstitut für Arzneimittel. Auch Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel ist mit 20 zusätzlichen Stellen dabei. Wie die Zeitung aus Haushälter-Kreisen der Union erfuhr, wollen aber selbst die Abgeordneten der Koalition die Vorstellungen der Regierung bei den Haushaltsberatungen nicht einfach durchwinken. Nach Schätzungen im Haushaltsausschuss würde die geplante Stellenvermehrung mindestens 40 Millionen Euro kosten.



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1 Kommentar zu „985 zusätzliche Stellen“

  • WAZ: Minister wollen mehr Stellen – Legitime Wünsche – Leitartikel von Daniel Freudenreich – Essen (ots) – Der Haushaltsentwurf klingt im ersten Moment brisant. Knapp 1000 neue Stellen fordern die Bundesminister für ihre Häuser und die untergeordneten Stellen. Was läge da näher als der Verdacht, dass Rösler, Röttgen und Co. ihre Getreuen mit lukrativen Pöstchen versorgen wollen und damit noch mehr Bürokratie erzeugen. Die Aufregung kann man sich aus mehreren Gründen sparen. Es geht hier nicht um einen beschlossenen Bundeshaushalt, sondern lediglich um einen Entwurf. In dieser frühen Wünsch-dir-was-Phase wäre ein Minister taktisch ziemlich unklug, wenn er nicht offensiv in die Debatte gehen würde. Frei nach dem Motto: Fordere viel, dann bekommst du am Ende ein Ergebnis, mit dem du leben kannst. Dass die Minister angesichts leerer Staatskassen weniger Personal erhalten, als sie jetzt wollen, liegt auf der Hand. Sollte am Ende auch noch die pauschale Sparvorgabe greifen, dann wäre die Wunschliste ohnehin hinfällig. Die Arbeitsbereiche in Ministerien und Behörden ändern sich. Das erfordert neues oder zusätzliches Personal. Vor diesem Hintergrund ist es das gute Recht der Minister, Wünsche anzumelden. Dies gilt auch für die schwarz-gelbe Regierung – obwohl sie eigentlich Bürokratie abbauen will.

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