Mindestlohn für Pflegeberufe


 


Bielefeld (ots) - Es gibt gute Gründe gegen allgemeine Mindestlöhne. Sie betreffen vor allem die Rolle des Staates. So besteht die Gefahr, dass Neueinsteiger durch Mindestlöhne am Wettbewerb gehindert werden. Wenn sich dadurch Strukturen verfestigen, geht das zu Lasten des Arbeitsmarktes.



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Diese Einwände treffen jedoch die aktuelle Einigung im Pflegesektor nicht. Alle Mindestanforderungen sind erfüllt. Vielleicht liegt es daran, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammengetan haben. Die Bundesregierung muss den Vorschlag der Tarifparteien nur übernehmen. Ein Stundenlohn von 8,50 Euro ist für die schwere Arbeit, die Pflegekräfte leisten, nun wirklich nicht zu viel. Er kann überhaupt nur unterboten werden, weil Grenzgänger aus Osteuropa und Schwarzarbeiter ihre Arbeit weit unter Wert verkaufen.
Unter den Tisch fällt die Frage nach der Qualität der Pflege. Bettlägerige Kunden können sich in der Regel nicht wehren. Um so wichtiger ist, dass die Gesunden darauf achten, dass der Schlüssel für Fachkräfte und Ungelernte nicht verändert wird. 8,50 Euro sind ein Mindestlohn. Wer mehr kann und mehr leistet, muss auch im Pflegesektor mehr erhalten.

Westfalen-Blatt: Achtung! Korrektur! Am Ende des 5. Satzes fehlt das Wort nicht. Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Pflege-Mindestlohn


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“Ich wünsche mir, die Bundesregierung hätte die Moral einer Telefonzelle. In der zahlt man nämlich zuerst und wählt dann. Bei der Bundesregierung muss man immer zuerst wählen und dann zahlen.”
by Oskar Lafontaine

   


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